Holen Sie sich mit den beiden DVDs über sechs Stunden Film ins Haus. Vom Propagandafilm des Ministeriums für Staatssicherheit bis zum wilden Leben der Jugendlichen auf dem Helmholtzplatz Anfang der Achtziger Jahre ist alles dabei. Letzterer wurde natürlich gleich verboten und erst 1989 zugelassen. 

 

Ab einem Bestellwert von 45,-€ liefern wir frei Haus.

Kombipaket beide DVDs

Artikelnummer: 2 DVDs
22,95 €Preis
  • Mit den Filmen:

    DVD Prenzlauerberginale

    EINMAL IN DER WOCHE SCHREIN
    Buch/Regie: Günter Jordan, 1982, 17 Min., DDR, DEFA, Farbe,
    35 mm | Kamera: Michael Lösche, Schnitt: Dieter Körner


    Jugendliche am Helmholtzplatz im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg sind bei Schmalzstulle und Clubcola unter sich. Selbstbewusst präsentieren sich die Halbwüchsigen vor der Kamera. Der Film war in der DDR verboten und wurde erst im Oktober 1989 freigegeben.


    SPIELPLATZ
    Regie: Heinz Müller, 1965, 13 Min., DDR, DEFA, s/w, 35 mm |
    Drehbuch: Heinz Müller/Paul Thyret, Kamera: Christian Lehmann,
    Schnitt: Bärbel Lehmann


    Gemütlich geht es zu auf dem Helmholtzplatz der 60er Jahre: Rentner prägen das Bild, sie spielen Karten oder dösen in der Sonne. Die Ruhe wird nur unterbrochen von Kindern, die den dazu gehörigen Spielplatz stürmen oder von »Halbstarken«, die am Nachmittag mit Transistor-Radios unterwegs sind.

     

    WESSEN STRASSE IST DIE STRASSE
    Regie: Jens Becker, 1988, 12 Min., DDR, HFF, Farbe, Kamera: Aicke Fricke

    Zur 750-Jahr-Feier Berlins präsentiert die DDR den Touristen mit der Husemannstraße im Prenzlauer Berg ein aufwendig und schick restauriertes Stück altes Berlin – inmitten zerbröselnder Wohnsubstanz. Seit der
    Fassadenneugestaltung werden hier viele Filme gedreht, die Anwohner sind genervt. Ein Filmteam kommt und stellt Fragen zur Situation.


    ASCHERMITTWOCH
    Buch/Regie: Lew Hohmann, 1989, 19 Min., DDR, DEFA, s/w, 35 mm | Kamera: Christian Lehmann

    Ein Portrait über eine Kaufhallen-Kassiererin und alleinerziehende Mutter von sechs Kindern in Prenzlauer Berg.

    Der Film zeichnet Skizzen aus ihrem Alltag und berichtet auch von den sich abzeichnenden politischen Umbrüchen.


    WOZU DENN ÜBER DIESE LEUTE EINEN FILM?
    Buch/Regie: Thomas Heise, 1980, 36 Min., DDR, HFF, s/w, 16mm |
    Kamera: Dagmar Mundt, Schnitt: Beate Sell


    Einem Freund des Regiestudenten Thomas Heise wird im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg das Motorrad gestohlen. Anstatt zur Polizei zu gehen, begeben sich der Bestohlene und der angehende Filmemacher selbst in die »Szene«, um die Diebe ausfindig zu machen. Die Kamera ist immer dabei.

     

    DAS GASWERK
    Buch/Regie: Alfons Machalz, 1982, 19 Min., DDR, DEFA für
    das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, Farbe,
    16mm/35mm | Kamera: Manfred Gronau, Schnitt: Rita Blach


    Wie löst man in einem sozialistischen Land Probleme? Im Mittelpunkt des Filmes steht das alte Gaswerk Dimitroffstraße. Mitten in Prenzlauer Berg gelegen war es 100 Jahre lang Ursache massiver Luftverschmutzung. Jetzt
    soll es geschlossen und abgerissen werden.

     

    NEUE ADRESSE: THÄLMANNPARK
    Buch/Regie: Alfons Machalz, 1987, 22 Min., DDR, DEFA für das
    Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, Farbe | Kamera:
    Manfred Gronau/Gerhard Münch, Schnitt: Rita Blach


    Nach dem Abriss des alten Gaswerks entsteht ein neues Wohngebiet mit Namen Thälmannpark. Plattenbauten werden hochgezogen, es entstehen Grünanlagen, eine Straßenbahn-Haltestelle, außerdem Schule, Schwimm-
    halle und ein Planetarium. Mit der Siedlung wird auch das Ernst-Thälmann-Denkmal eingeweiht.


    ROTWEINROCK UND LAMMFELLMANTEL
    Regie/Buch/Kamera/Schnitt: Hannah Metten/Jan Gabbert, 2004,
    53 Min., Deutschland, Farbe, Beta SP


    Mit Wehmut geben Waltraut und Siegfried Köhler ihre Textilreinigung nach zwanzig Jahren auf. Für sie ist ihre Arbeit Passion, Gewissenhaftigkeit lässt so manch schwierigen Fleck verschwinden. Der Film beobachtet die Köhlers in den letzten Wochen in ihrem Mikrokosmos auf der Stargarder Straße.

     

    TUBA WA DUO
    Buch/Regie: Jörg Foth, 1989, 12 Min., DDR, DEFA, Farbe, 35 mm |Kamera: Thomas Plenert, Schnitt: Gudrun Plenert


    Zwei Männer sitzen auf dem Dach und spielen Tuba, ihre Töne hallen wider im engen Geviert des Berliner Hinterhofs, sie stören Ruhe und Frieden der Bewohner mit absurden Botschaften. Menschen beschweren sich, doch unbeirrt steigern die beiden Gestalten ihr Spiel von Mal zu Mal.


    DIE KOLLWITZ UND IHRE KINDER
    Regie: Christa Mühl, Buch: Christa Mühl/Werner Hecht, 1971, 10 Min., DDR, HFF, s/w, 16 mm | Kamera: Christiane Kunow, Schnitt: Karin Döring

    Darf man auf Denkmälern klettern und spielen? Dieser Frage geht die Filmemacherin Christa Mühl nach. Im Mittelpunkt steht das von Gustav Seitz geschaffene bronzene Denkmal für Käthe Kollwitz, das von den Kindern vom Kollwitzplatz beklettert, umarmt und in Besitz genommen wird.

     

    Bonus: KOLLWITZ SKIZZEN
    Regie: Christa Mühl/Tobias Lenel, 2018, 8 Min., Deutschland,
    Farbe | Kamera/Schnitt: Richard Marx


    47 Jahre nach ihrem ersten Film über die Kinder am Kollwitzplatz kehrt Christa Mühl mit Tobias Lenel zurück und fragt die Leute von heute nach ihrer Meinung zu den spielenden Kindern rund um das Käthe-Kollwitz Denkmal.

     

    DVD 60 Jahre Mauerbau

    Das Ganze halt
    Regie: Dieter Mendelsohn, DDR 1961, DEFA, 15 Min.

    Die BRD plant mit dem Manöver »Deko II« einen Überfall auf die DDR. Mit dieser These wird die Errichtung des »antifaschistischen Schutzwalls« als eine unerlässliche Maßnahme zum Schutz vor der Aggressivität des westdeutschen Imperialismus legitimiert. Der Film ist ein Glanzstück in Sachen Propaganda.

     

    Ein-Blick

    Regie: Gerd Conradt, BRD 1987, 11 Min.

    Geschichtsfilm mit Kinderlied: Die Kamera blickt einen Tag lang in den Grenzstreifen der Berliner Mauer zwischen Treptow und Kreuzberg. Im Zeitraffer jagt der Zuschauer wir durch den Alltag von Grenzbefestigung, Wäscheaufhängen, Ping-Pong-Spiel und deutsch-deutschem Wahnsinn.

     

    Menschenhandel, Staatsgrenze Nord
    Schulungsfilm des Filmstudios Agitation des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), DDR 1976, 15 Min.

    »Rekonstruktion einer Schleusungsaktion unter Mißbrauch des Transitabkommens durch die Menschenhändlerbande Mierendorff«: Der Schulungsfilm der Stasi stellt die operativen Vorgänge eines Fluchtversuchs nach. Wo traf man sich? Wo wurden im Auto Menschen versteckt? Welcher Tricks bediente man sich? Die musikalische Dramaturgie ist aggressiv und bemerkenswert.

     

    BRDDR
    Buch & Regie: Lilly Grote/Irina Hoppe, BRD 1981, dffb, 13 Min.

    Ein Teil der Berliner Mauer an der Ecke Landwehrkanal/Harzer Straße wird abgerissen — ein Blick nach drüben wird für kurze Zeit frei. Die Filmemacherinnen stellen eine Kamera auf ein Stativ und beobachten, wie der neue Mauerabschnitt aufgebaut und die Sicht wieder verbaut wird. Dabei werden sie selbst von der Grenzpolizei beobachtet und fotografiert.

     

    Die Weite suchen

    Buch & Regie: Falk Schuster, Deutschland 2015, 30 Min.

    DDR. Sommer 1987. Familie Schuster aus dem Bezirk Leipzig fährt einmal quer durchs Land in den Urlaub. Mit dem Trabant und einem Anhänger zu einer Privatunterkunft an der Ostsee in unmittelbarer Nähe zur damaligen innerdeutschen Grenze. Hier ticken die Uhren anders als sonst in der DDR. Volkspolizei, Grenzbrigaden und deren Helfer in Zivil spähen und sehen überall potentielle Republikflüchtlinge im Ferienparadies. Ein animierter Urlaubstrip – gesehen durch die Augen eines Siebenjährigen.

     

    1989 – unsere Heimat
    Buch & Regie: Schwarwel, Deutschland 2014, 14 Min.

    Der Trickfilm erzählt semidokumentarisch die Ereignisse und die Geschichte der »Friedlichen Revolution« in der DDR, die mit der Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig ihren entscheidenden Wendepunkt nahm. Er zeichnet den Weg zum Gelingen des Widerstandes, dem Mauerfall am 9. November 1989, und schließlich zur Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 1990 nach.

     

    Die Klärung eines Sachverhalts

    Buch & Regie: Sören Hüper/Christian Prettin, Deutschland 2008, 20 Min.

    Karl-Marx-Stadt 1985: Im Rahmen einer 24-stündigen Befragung versucht ein Offizier der Staatssicherheit, den Ingenieur Jürgen Schulz von seinem Ausreisewunsch in den Westen abzubringen. Um sein Ziel zu erreichen, zieht der Vernehmende alle Register.

     

     

    Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler

    Regie: Paul Philipp, Deutschland 2017, 28 Min.

    Berlin-Köpenick, DDR, 1987. Sonderermittler Mahler werden übersinnliche Fähigkeiten nachgesagt. Als der sechsjährige Henry Kiefer spurlos verschwindet und die Suche der Volkspolizei wochenlang ergebnislos bleibt, wird Mahler damit beauftragt, den Fall zu klären – vor allem um politische Spannungen abzuwenden. Denn die verzweifelten Eltern haben verwandtschaftliche Beziehungen in den Westen.

     

    Das Geschichtsbüro Müller präsentiert seit 2016 historische Filmreihen über Berlin. Publikums­liebling ist das alljährliche Filmfest »Prenzlauerberginale«, das den Nordberliner Kiez in all seinen Facetten auf die große Kinoleinwand bringt. Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Filmreihe entstand 2020 in einer ersten Kooperation mit absolutMEDIEN die DVD »PRENZLAUER BERGINALE«: 223 Minuten Prenzlauer Berg von 1965 bis 2004. Die elf Kiezfilme erzählen von Kindern und Jugendlichen in den 70er und 80er Jahren, vom DDR-Vorzeigeprojekt Wohnsiedlung Ernst-Thälmann-Park, dem Gaswerk Dimitroffstraße oder vom Alltag einer alleinerziehenden Kaufhallen-Kassiererin in der Wendezeit.


    Die vorliegende DVD erscheint im Rahmen des MAUERFILMFEST, das anlässlich 60 Jahre Mauerbau im August 2021 im Mauerpark in Berlin stattfand.