1. | 8. | 15. | 22. | 29. SEPTEMBER 2026
PRENZLAUERBERGINALE
FILMTHEATER AM FRIEDRICHSHAIN


Das vorläufige Programm:
1. September 2026
DAS VERSTECK mit Jutta Hoffmann und Manfred Krug, Krugs letzter DEFA-Film
8. September 2026
BÖTZOW-ABEND, Filme aus dem Bötzowviertel, u. a. Wir aus dem Bötzowviertel, Der A57, Großstadtkinder
15. September 2026
Musik und Maloche in den Nullerjahren
22. September 2026
KOMM IN DEN GARTEN, Gebrochene Biographien und der Systemwechsel, Brinkmann/Wisotzki, 1990
29. September 2026
TANZ IM KIEZ, von der Ballettschule über den Gesellschaftstanz zum Rock'n'Roll
Vorführungen um 20.30 Uhr. Zusatztermine ggfs. um 17.30 Uhr des selben Tages. Tickets ab 1. Juli 2026. Eintritt 13€.
Das Programm ist vorläufig, Änderungen bis zum VVK-Start möglich.
FESTIVALSTRAILER - RÜCKBLICK 2025
1. September 2026 | 17.30 Uhr VVK beginnt am 1. Juli 2026
1. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 1. Juli 2026
Schuldner Regie: Volker Koepp, 11 Min., 1971
Das Versteck Regie: Frank Beyer, 98 Min., 1978
Schuldner ist im Auftrag des VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Berlin entstanden und zeigt Mietschuldner im Prenzlauer Berg – und deutet ihr Verhalten ideologisch: „Mietschuldner sind Ausdruck der Gleichgültigkeit gegenüber der Verantwortung für das Ganze und ein Verstoß gegen unsere sozialistische Moral.“ Der Film dient weniger der Beobachtung als der Erziehung – und entwirft das Gegenbild des „gefestigten“ DDR-Bürgers.
Das Versteck Ein Jahr nach der Scheidung versucht Max (Manfred Krug), seine Ex-Frau Wanda (Jutta Hoffmann) mit einem Trick zurückzugewinnen – er gibt vor, von der Polizei gesucht zu werden und bittet um Unterschlupf. Wanda spielt zunächst mit, erkennt aber schnell: Ein Neuanfang würde nur die alten Konflikte wiederholen.
Frank Beyers Film verbindet eine präzise beobachtete Beziehungsgeschichte mit leiser Ironie und wird so zur gesellschaftlichen Parabel auf die DDR. Nach der Ausreise von Manfred Krug wurde „Das Versteck“ zunächst zurückgehalten und lief später nur mit wenigen Kopien in ausgewählten Kinos.
Gäste 17.30 Uhr:
N.N.
N.N.
Gäste 20.30 Uhr:
N.N.
N.N.
Moderation
N.N.

©DEFA-Stiftung Waltraut Pathenheimer

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8. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 1. Juli 2026
Der A57 Regie: Ekkehard Grandke, 17 Min., 1966
Großstadtkinder Regie: Roland Steiner, 30 Min., 1978
Wir vom Bötzowviertel Regie: Herbert Gätcke, 30 Min., 1969
Der A57 Ein kurzer Dokumentarfilm aus dem Jahr 1966, entstanden an der damaligen Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg. „Der A 57“ begleitet Fahrer und Schaffner einer Berliner Buslinie durch ihren Arbeitsalltag, gibt Einblicke in eine Arbeitswelt, die es heute nicht mehr gibt und erzählt auf humorige Weise von den beiden Protagonisten und ihren Eigenheiten.
Die Linie A 57 führte quer durch das damalige Ost-Berlin: von der Kniprodestraße über die Straße Am Friedrichshain und den Alexanderplatz, weiter über den Marx-Engels-Platz (Schlossplatz) und Unter den Linden bis zur Charité. So entsteht ganz nebenbei ein lebendiges Bild des städtischen Lebens der Sechziger Jahre im Prenzlauer Berg und im Zentrum der Stadt.
Großstadtkinder Zehn Kinder, zwei berufstätige Eltern: Jeden Morgen organisiert Frau Jung den Alltag zwischen Frühstück, Kindergarten und Schule, während der Vater als Binnenschiffer arbeitet. Die Familie lebt an der Straße Am Friedrichshain, direkt gegenüber dem Volkspark und unweit des Filmtheaters.
Der Film zeigt ganz konkrete Einblicke: die Kinder erzählen von Gartenfesten auf dem Wochenendgrundstück, begleiten den Vater aufs Schubboot oder berichten stolz von ihrer Arbeit auf Berliner Baustellen. Zwischen Mithilfe im Haushalt und eigenen Zukunftswünschen entsteht ein vielstimmiges Bild vom Leben im Kiez.
Wir vom Bötzowviertel
Altbauten aus der Zeit um 1900 prägen das Bötzow-Viertel im Prenzlauer Berg. Die Fernsehdokumentation zeigt den Alltag im Stadtteil und die Arbeit der Wohnbezirksausschüsse.
Ob Schulrenovierung, die Umgestaltung des Arnswalder Platzes oder Gespräche mit Parteiveteranen – der Film macht sichtbar, wie politisches Engagement und Nachbarschaft im Sinne des sozialistischen Gemeinwesens organisiert und vermittelt werden.
Gäste 20.30 Uhr:
N.N.
N.N.
Moderation
N.N.
15. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 1. Juli 2026
N.N. Regie:
N.N. Regie:
N.N.
N.N.
N.N.
Gäste 20.30 Uhr:
N.N.
N.N.
Moderation
N.N.

©Progress

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22. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 1. Juli 2026
N.N. Regie:
Komm in den Garten Regie: Komm in den Garten, Heinz Brinkmann/Jochen Wisotzki, 93 Min., 1990
Komm in den Garten Sommer 1990 im Prenzlauer Berg: Drei Freunde treffen sich am Rande des ehemaligen Todesstreifens, picknicken, sprechen über ihr Leben, währenddessen fällt ein ehemaliger Wachturm, die alten Grenzanlagen werden gerade abgerissen.
Dieter, Maler, verbrachte wegen „Arbeitsscheu“ viele Jahre im Gefängnis. Alfred, zeitweise stellvertretender Chefredakteur, geriet zwischen Aufbegehren und Alkohol immer wieder in Konflikt mit dem System und landete in Psychiatrien und Haft. Michael, der in Moskau Außenwirtschaft studierte, wurde nach politischen Differenzen von der Akademie verwiesen und lebt heute von handwerklichen Gelegenheitsarbeiten.
Der Film ist eine Sozialstudie im Mikrokosmos Prenzlauer Berg der direkten Wendezeit.
Gäste 20.30 Uhr:
N.N.
N.N.
Moderation
N.N.
29. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 1. Juli 2026
N.N. Regie:
N.N. Regie:
N.N.
N.N.
N.N.
Gäste 20.30 Uhr:
N.N.
N.N.
Moderation
N.N.

©Progress
Die Prenzlauerberginale zeigt seit 2016 Spielfilme, Dokumentationen, Berichte und Musiken mit Bezug zum Prenzlauer Berg. Meist historisch, aus unterschiedlichen Quellen, wie der DEFA-Stiftung, der Filmhochschule Babelsberg, den zahlreichen öffentlich-rechtlichen und staatlichen Archiven, aber auch von kleinen Produktionen und gänzlich privaten Herkünften. Klassiker wie Solo Sunny oder Berlin - Ecke Schönhauser haben wir also ebenso im Programm wie den Studentenfilm aus dem 2. Semester.
Wir freuen uns über Hinweise jeglicher Art, wenn Sie einen sonst nirgendwo verzeichneten Filmschatz aus dem Prenzlauer Berg tief eingelagert haben.
Das Filmfest ist eine Produktion vom Geschichtsbüro Müller und wird gefördert vom Berliner Aufarbeitungsbeauftragten [BAB].
Schirmherr der Filmreihe ist Wolfgang Thierse, Prenzlauer Berger seit 1972. Er lässt freundlich grüßen!
PRENZLAUERBERGINALE
1. bis 29. September 2026
20.30 Uhr [bei hoher Nachfrage Doppelvorführung auch um 17.30 Uhr]
Filmtheater am Friedrichshain
Bötzowstraße 1-5
10407 Berlin-Prenzlauer Berg
www.prenzlauerberginale.berlin
